Zukunft im Diskurs

Transformation braucht einen begleitenden, konstruktiven Zukunftsdiskurs. Wir möchten dafür ein Forum bieten. Kommend aus unseren Szenarioanalysen wollen wir Zielkonflikte benennen, Kontroversen führen und dabei Perspektiven für eine langfristig gelingende Transformation eröffnen.

„Zukunft im Diskurs“ führen wir in wechselnden Hybrid-Formaten in Kooperation mit Sohn@Sohn (Gunnar und Constantin Sohn) durch.

Aktuelle Rückschau

24. November 2022, 18 bis 21 Uhr

50plus: Von den „Grenzen des Wachstums“ zu Transformationspfaden der Zukunft

Anlässlich des 50. Jahrestages der Club of Rome-Studie „Grenzen des Wachstums“ blickten wir im ersten Teil der Veranstaltung zurück auf die Wirkung der Studie in den letzten 50 Jahre und ihre Aktualität heute. Wir taten dies mit einem profunden Zeitzeugen, dem Ökonomen und Systemwissenschaftler Prof. Dr. Erich Zahn, der damals zum Team von Dennis Meadows am MIT gehörte.

Im zweiten Teil der Veranstaltung richteten wir unseren Blick auf die nächsten 50 Jahre. Im Gespräch mit drei renommierten Expert*innen diskutierten wir die Frage: Was können wir heute schon wissen, um nötige Transformationspfade für die nächsten 50 Jahre zu beschreiten? Dabei fokussierten wir auf ausgewählte Handlungsfelder: Innovation, Nachhaltigkeit und Generationengerechtigkeit. Mit Statements von:

Moderator*innen: Klaus Burmeister, Dr. Alexander Fink, Hanna Jürgensmeier und Beate Schulz-Montag

In Kürze ist an dieser Stelle auch eine Zusammenfassung der wichtigsten Ergebnisse zu lesen.

Zukunft im Diskurs wurde von Sohn@Sohn produziert und im Netz präsentiert.
Die Veranstaltung fand in Kooperation mit der Deutschen Bahn und der T-Systems statt.

Rückblicke auf weitere Veranstaltungen

Zukunft bewegt. Sie wird herbeigesehnt oder befürchtet. Mit ihr verbinden sich Hoffnungen und Ängste. Sie bietet Raum für Wünsche und für Pläne, für Visionen und Utopien. Bilder, die wir uns von der Zukunft machen, sind regelmäßig Gegenstand gesellschaftlicher oder persönlicher Auseinandersetzungen. Emotional aufgeladen als Schreck- oder Wunschbilder beeinflussen sie die Politik, mobilisieren oder entmutigen die Menschen und entscheiden über Wohl und Wehe von Absichten, Planungen und Projekten.

Zu Unrecht, denn Emotionen lenken unsere Aufmerksamkeit, beeinflussen unsere Wahrnehmung und prägen unser Denken maßgeblich. Ob Tunnelblick oder Denkbarriere, ob Offenheit für Neues oder Interesse an Veränderung: Stets sind Gefühle im Spiel – und haben einen entscheidenden Anteil daran, welche Zukünfte sich in der Realität durchsetzen.

Noch bevor die „Fridays for Future-Bewegung“ und die Corona-Pandemie aufkamen, entstand daher in der Zukunftsforschungs-Community die Idee, dem Zusammenhang von Zukunft und Emotionen einmal näher auf den Grund zu gehen. Entstanden ist daraus der Sammelband „Gefühlte Zukunft“, der im April 2022 im Springer Verlag erscheinen wird.

Wir diskutierten mit den drei Herausgeber*innen des Buches unter anderem die Frage: Können Zukunftsbilder und Emotionen helfen, die transformativen Herausforderungen unserer Zeit zu meistern? Oder stehen uns Gefühle dabei eher im Wege?

Unsere Gäste:

M. A. Katharina Schäfer ist wissenschaftliche Mitarbeiterin und Doktorandin am Institut für Arbeitswissenschaften der RWTH Aachen University. Ihr Forschungsinteresse umfasst das Gebiet zukünftiger Arbeitsmodelle, insbesondere die ergonomischen, ethischen, sozialen und rechtlichen Aspekte des Feldes der plattformbasierten Arbeit. Sie promoviert im Bereich der Innovations- und Zukunftsforschung.

Dr. Karlheinz Steinmüller ist Mitgründer des Beratungsunternehmens Z_punkt The Foresight Company. Sein besonderes Interesse gilt schwer vorhersehbaren, überraschenden Entwicklungen. Er hat zudem mehrere Sachbücher über Zukunftsforschung und zahlreiche Science Fiction-Bücher publiziert.

Prof. Dr. Dr. Axel Zweck ist Bereichsleiter für Forschung und Entwicklung in der VDI Technologiezentrum GmbH und Honorarprofessor für Innovations- und Zukunftsforschung an der RWTH Aachen. Seine fachlichen Schwerpunkte liegen in der Identifizierung und Analyse gesellschaftlicher und technologischer Zukunftsthemen.

Moderation: Beate Schulz-Montag, Zukunftsforscherin beim foresightlab in Berlin und Mitglied im Vorstand des D2030 – Deutschland neu denken e.V.

Talk auf YouTube ansehen:

Präsentation anschauen:
Gefühlte ZukunftEmotionen als Terra incognita der Zukunftsforschung“ (PDF – 5,1 MB)

Mit der zweiten Veranstaltung in unserer Reihe „Zukunft im Diskurs“, die wir in Kooperation mit der Next Economy Open durchführen konnten, wollten wir die bislang durch Experten geprägte Diskussion über die Missionsorientierung der Forschungs-, Technologie- und Innovationspolitik einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich machen. Dies ist gelungen.

Als Zwischenfazit kann festgehalten werden: Wir stehen am Anfang der Diskussion. Benötigt werden vielfältige Lernerfahrungen in entsprechenden Experimentierräumen. Ebenso eine Kultur des Respekts für die unterschiedlichen Sichtweisen, die verbunden sein sollte mit der Bereitschaft für „grenzüberschreitendes“ innovatives Denken und Handeln. Ein „Weiter so“ führt jedenfalls nicht weiter, vielmehr sollte das notwendige Tun auf einem möglichst breiten gesellschaftlichen Konsens beruhen. (Zu den Anforderungen an eine neue Innovationspolitik siehe auch den Beitrag von Klaus Burmeister „Die Schönheit der Chance – Transformation als Gesellschaftspolitik“)

Der Koalitionsvertrag der Ampelregierung beschreibt die Zukunftsfelder einer missionsorientierten Forschungs-, Innovations- und Technologiepolitik (ab 534) umfassend, spricht sich für eine aktive Einbeziehung der Zivilgesellschaft (ab 141) und die Schaffung einer Deutsche Agentur für Transfer und Innovation (DATI) (ab 572) aus. Wir werden das aus unserer Sicht zentrale Zukunftsthema weiterhin aktiv begleiten.

Talk auf YouTube ansehen:

Klaus Burmeister, D2030 und foresightlab: Thematische Einordnung in den Kontext der bisherigen Forschungs- und Technologiepolitik und Entwicklung zentraler Fragestellungen
(bis 14:28)

Dr. Johannes Winter, Plattform Lernende Systeme: Weshalb wir (Sprung-) Innovationen für die Transformation brauchen – Fokus KI
(ab 14:28)
Präsentation (PDF)

Dr. Volker Meyer-Guckel, Stifterverband: Zur Governance und Partizipation einer missionsorientierten FTI-Politik
(ab 37:39)
Blogbeitrag: Sind Agenturen die Lösung? (Link)

Dr. Julian Stubbe, VDI/VDE-IT: Die Rolle von Partizipation in der missionsorientierten Innovationspolitik
(ab 53:00)
Präsentation (PDF)
Positionspapier der VDI-VDE-IT von Julian Stubbe, Maxie Lutze, Gereon Meyer und Jakob Michelmann (PDF)

Moderierte Diskussion
(ab 1:07:42)

Fazit (Klaus Burmeister)
(ab 1:30:50)

Moderation: Dr. Alexander Fink und Klaus Burmeister, D2030 – Deutschland neu denken e.V.
Eine Kooperation der Next Economy Open / Bonner Schumpeter Lecture mit D2030.

Ist Zukunft heute weniger Versprechen, sondern mehr lästige Pflichtaufgabe für ein gutes Leben? Wir sprachen darüber mit dem renommierten und streitbaren Journalisten (brandeins) und erfolgreichen Autor, Wolf Lotter. Uns leitete die Frage: Wie kommen wir zum Tun? Mit welchen Techniken, Strukturen und Organisationsänderungen können wir Zukunftsfähigkeit erlangen?

Talk auf YouTube ansehen

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