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Liebe Zukunftsfreundinnen und Zukunftsfreunde,

wie wohl kaum ein anderes Ereignis der letzten Jahrzehnte wird die Corona-Wild Card unsere nähere und weitere Zukunft prägen. In welchem Ausmaß und wie lange, weiß niemand so genau. Ein klassisches Feld für Szenarien also.

 
 

Post-Corona-Szenarien im Doppelpack

Im letzten Newsletter haben wir Sie bereits über die Ergebnisse des D2030 Corona-Stresstestes informiert. Zur Erinnerung: 2017 hat die D2030-Initiative in einem großen, beteiligungsorientierten Prozess sechs Szenarien für Deutschland 2030 entwickelt, die wir unter dem Einfluss von Corona – wiederum mit breiter Beteiligung – neu bewertet und diskutiert haben – so zum Beispiel am 14. April auf Youtube.

Seitdem waren wir keineswegs untätig, sondern haben weiter am Thema Corona-Pandemie und ihren langfristigen Folgen für Gesellschaft, Wirtschaft und Politik gearbeitet: Auf Einladung der ScMI AG aus Paderborn und in Kooperation mit den Partnern i-vector, Blauen Solutions, foresightlab und Zielbildner haben wir seit Mitte April an einem offenen, vierwöchigen Online-Projekt zur Entwicklung von Post-Corona-Szenarien mitgewirkt. Insgesamt haben sich mehr als 80 Expert*innen daran beteiligt. Dank der ein oder anderen Wochenendschicht von Alexander Fink und seinen Kolleg*innen von ScMI liegen die Ergebnisse bereits in einem gerade veröffentlichten Working Paper vor. Es kann kostenfrei hier (PDF, 6,1 MB) abgerufen werden.

 
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Abbildung: Landkarte der Post-Corona-Szenarien (ScMI AG), Icons: Zielbildner

 
 

Auch wenn wir die beiden Szenario-Sets noch nicht in allen Einzelheiten miteinander vergleichen konnten, zeigen sich große Übereinstimmungen in den Einschätzungen. Unter dem Eindruck der Pandemie sind jetzt zahlreiche neue Fragestellungen und Zukunftsthemen eingeflossen. Beide Szenario-Projekte sind aus unserer Sicht hilfreiche Werkzeuge, um politische, ökonomische und individuelle Entscheidungen „zukunftsrobuster“ zu treffen als bisher.

 
 

Zukunft für Alle ...

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... lautete 2017 das Motto unseres D2030-Szenarioprojektes. Auch das Konzeptwerk Neue Ökonomie hat es sich zu eigen gemacht und seinen für den 25. bis 29. August 2020 geplanten Utopiekongress mit diesem Aufruf überschrieben – mit dem nicht ganz unwichtigen Zusatz „gerecht, ökologisch, machbar“. Damit konnten wir uns natürlich sofort identifizieren und unterstützen das Vorhaben daher im Trägerkreis. Was vor wenigen Monaten noch als große Veranstaltung mit 1.500 Teilnehmer*innen in Leipzig geplant war, muss sich nun den neuen Corona-Realitäten anpassen. Die gute Nachricht: Der Utopiekongress findet statt! Weil aber gegenwärtig niemand sagen kann, wie genau, kommen auch hier wieder „Szenarien“ ins Spiel. O-Ton der Veranstalter:Wir planen daher mit verschiedenen Szenarien und unterschiedlichen Formaten: alles digital, so viele Menschen an der Uni wie möglich, digitale Workshop-Formate, Streaming der großen Podien, verkleinerte physische Treffen mit Abstand, dezentrale Veranstaltungsorte... Zwar lebt ein utopischer Raum auch davon, dass wir uns physisch begegnen können, wir sind dennoch zuversichtlich, dass wir auch unter widrigeren Bedingungen spannende digitale und analoge Austauschräume schaffen können. Wir wollen uns gerne kreativ an die Situation anpassen und Neues ausprobieren!“ Wer sich in diesem Sinne mit einem eigenen Beitrag oder Format zum Thema „Wie wollen wir 2048 leben?“ einbringen möchte, kann noch bis zum 24. Mai 2020 Vorschläge einreichen. Alle Infos zur Veranstaltung und zum Call for Contribution hier.
 
 

Neues Wirtschaftswunder für eine sozial-ökologische Transformation

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Corona lässt uns auch zum Schluss nicht los: Der D2030 e.V. gehört nämlich nunmehr auch zu den Erstunterzeichnern eines offenen Briefes an die Bundeskanzlerin, die Bundesminister*innen und Abgeordneten des Deutschen Bundestages, in dem die Verfasser für ein „Neues Wirtschaftswunder“ eintreten. Hinter der Initiative steht breite Allianz zivilgesellschaftlicher Akteur*innen und NGOs aus den Bereichen Klimaschutz und Nachhaltigkeit. Ihr Anliegen: Finanzhilfen und Konjunkturpakete, die zur Bewältigung der Corona-Pandemie aufgelegt werden, als sozio-ökologische Transformationspakete auszugestalten. Gegründet hat sich die Allianz im Rahmen des Hackathons #WirVsVirus der Bundesregierung im März 2020 aus diversen Projekten, die sich alle mit der gleichen Frage beschäftigten: Wie kann eine wirtschaftliche, klimafreundliche Transformation nach der Corona-Krise gelingen? Ihre zentralen Forderungen haben inzwischen auch Eingang gefunden in die Bundestags-Petition Nummer 110043, die Sie noch bis zum 3. Juni über den Online-Auftritt des Petitionsausschusses aufrufen und unterzeichnen können. Weitere Informationen zur Initiative „Neues Wirtschaftswunder“ gibt es hier.

 
 

Neue Horizonte-Szenarien weiterdenken

Die Ergebnisse des „D2030-Corona-Stresstestes" und auch die "Post-Corona-Szenarien“ haben uns in der Absicht bestärkt, unsere „Neue Horizonte"-Szenarien konkretisieren und inhaltlich anreichern zu wollen, um den von den Expert*innen erwarteten nachhaltigen Strukturwandel aktiv und konstruktiv zu begleiten. Bedingt durch Corona sind wir jetzt dabei, unser Konzept für das Zukunftsjahr anzupassen und weitere Partner einzubinden. Auch suchen wir nach geeigneten Finanzierungsmöglichkeiten. Wer sich einbringen und beteiligen möchte, der melde sich bitte bei uns. Wir brauchen genau jetzt Ideen, Engagement und einen langen Atem für die Transformation.

 
 

Bleiben Sie zuversichtlich und gesund!

Beate Schulz-Montag
Klaus Burmeister

D2030 – Deutschland neu denken e.V.
info@d2030.de

www.d2030.de

 
 
 
 
 

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