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Liebe Zukunftsfreundinnen und Zukunftsfreunde,

seit dem letzten Newsletter im März dieses Jahres sind immerhin fünf Monate vergangen - und vielleicht haben Sie sich einmal gefragt: Was macht eigentlich die Initiative D2030? Nun, eine ganze Menge: Wir führen den angestoßenen Transformationsdiskurs fort und gewinnen dafür alte und neue Partner. Dazu waren und sind wir in ganz Deutschland unterwegs. Aber wir denken auch über eine grundsätzliche Neuausrichtung von D2030 nach, um unser Engagement für die Zukunft dauerhaft auf feste Beine zu stellen und auf die richtigen Aufgaben zu konzentrieren.
In diesem Newsletter informieren wir Sie über die Aktivitäten der vergangenen Monate und geben einen Ausblick auf das Kommende.

 
 

Lob und Zustimmung zu "Deutschland neu denken"

  Buchcover

Das Buch "Deutschland neu denken", das die acht Szenarien von D2030 detailliert beschreibt und um weitere Informationen ergänzt, ist erschienen. Nach der offiziellen Vorstellung im März 2018 haben die Autor*innen Klaus Burmeister, Alexander Fink, Beate Schulz-Montag und Karlheinz Steinmüller es an verschiedenen Orten vorgestellt und darüber diskutiert.

Darüber hinaus gab es zahlreiche Rezensionen des Buches und viele lobende Stimmen. Eine kleine Auswahl von Kommentaren zum Buch:

"Das ist spannend, lesenswert und anregend gelungen. In den einzelnen Szenarien finden sich viele Ideen dafür, wie Deutschland im Kontext Europas künftig aussehen könnte.“ Alfred Auer in der Zeitschrift ProZukunft

„Ein Grundlagenwerk für jeden, der sich mit Zukunft befasst. Das Buch macht Lust auf mehr - hier kann jeder im eigenen Umfeld seinen Beitrag für die Zukunftsgestaltung in Deutschland leisten.“ Leserrezension auf amazon.de

"Das Thema wird gut erzählt, und variantenreich erklärt. Mehr Anregung für Nachdenken, Beobachten und Debattieren geht nicht.“ Norbert Copray in Publik Forum

Deutschlands Zukunft stößt fast überall auf großes Interesse: Hier zum Beispiel Beate Schulz-Montag bei einem Vortrag im bis auf den letzten Platz besetzten Business Club Hamburg. (Bild: fotografenwerk.de / hamburg-be.de)

 
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Reaktionen aus der Politik

Das Buch "Deutschland neu denken" haben wir in einer größeren Versandaktion an 33 Spitzenpolitiker*innen in Berlin verschickt, darunter der Bundespräsident, die Bundeskanzlerin, alle Bundesminister*innen und Fraktionschef*innen sowie die Vorsitzenden der im Bundestag vertretenen Parteien. Nicht alle reagierten, aber immerhin: Von einigen erreichte uns nicht nur höflicher Dank, sondern echtes Interesse. So etwa - man höre! - vom Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat, das eine gesellschaftliche Spaltung in der Gegenwart beklagt und sich auf der Suche nach einem "strategischen Konzept" zur Überwindung dieser Problemlage an einem Austausch interessiert zeigte. Und mit der Generalsekretärin der CDU, Frau Kramp-Karrenbauer, fand sogar ein Treffen statt, dem ein weiteres folgen soll. Immerhin einigen Politiker*innen scheint also an einem tiefergehenden Diskurs über die Zukunft durchaus gelegen. Interessanterweise kam ein großer Teil der positiven Zuschriften von Angehörigen der Union. Julia Klöckner, Bundesministerin für Landwirtschaft und Ernährung schrieb unter anderem: 

"Sie offenbaren uns eine spannende Zeitreise und einen dringenden Appell, Themen mit Zukunftsrelevanz im öffentlichen Diskurs mehr Platz einzuräumen. Ich werde das Buch mit großem Interesse lesen, bin gespannt auf Ihre Sicht eines dauerhaften und unabhängigen Zukunftsdiskurses und freue mich auf eine interessante Lektüre."

Ob Frau Klöckner das Buch dann tatsächlich gelesen hat und ob sich die Parteien des eher linken, nach eigenem Bekunden progressiven Spektrums auch für eine fundierte Auseinandersetzung mit der Zukunft begeistern lassen, wissen wir nicht, aber wir arbeiten weiter daran. Schließlich ist D2030 eine ausdrücklich überparteiliche Initiative!

 
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Wir führen den transformativen Zukunftsdiskurs weiter...

Wenn wir allerdings allein auf die Politik setzen, um die Chancen der Zukunft zu nutzen und ihre Risiken rechtzeitig zu erkennen, könnte es eng werden. Das hat D2030-Co-Initiator Klaus Burmeister kürzlich in einem Interview mit dem sprechenden Titel "Die Politik verspielt Zukunftschancen" nochmals deutlich auf den Punkt gebracht. Und daher führen wir den transformativen Diskurs über die Zukunft munter und unermüdlich weiter. So etwa auf der CEBIT, wo Klaus Burmeister und Prof. Dirk Helbing aus dem D2030 Fachbeirat gemeinsam mit dem D2030-Partner Senat der Wirtschaft das Gespräch über Künstliche Intelligenz suchten und dabei mit Experten vom Fraunhofer IAO aus Stuttgart, dem Deutschen Ethikrat, der Organisation Algorithm Watch sowie IBM diskutierten (mehr Infos zu den Beteiligten auf dem Blog von Gunnar Sohn, der die Diskussion moderierte). Im Mittelpunkt des Gesprächs stand ein interdiziplinärer Austausch über das Zukunftsthema Künstliche Intelligenz, zu dem D2030 und der Senat der Wirtschaft sich für die baldige Einrichtung einer Enquete-Kommission im Bundestag stark machten.

Ein mehr als interdisziplinärer Austausch gelang auch im April beim Symposium Rethinking State im Rahmen des Projekts Welche Zukunft von deutsches theater Berlin und Humboldt-Forum. An diesem nahm Andreas Schiel (Mitglied des Kernteams und Gründer des D2030-Unterstützers denkzentrum|demokratie) teil und moderierte dort gemeinsam mit seinem Kollegen Tom Wohlfarth einen Workshop zur Zukunft der Demokratie. Den Austausch mit dem langfristig angelegten Theater-Projekt werden wir ebenso fortführen wie den mit der Ruhr-Universität Bochum und dem dortigen Lehrstuhl für Makroökonomik. Nach Alexander Fink war Andreas Schiel im Juni das zweite Mitglied des Kernteams, das dort die Szenarien von D2030 vorstellte und mit Studierenden diskutierte. Eine weitere Kooperation für ein Szenarienprojekt zum Ruhrgebiet ist derzeit in Planung.

An Rhein und Ruhr tut sich auch im September nochmals etwas: Die in Düsseldorf gegründete Regionalgruppe von D2030 wird am 27.09. im Tectrum in Duisburg ein Zukunftsforum zur Digitalisierung der Kommunen organisieren. Bei dieser Gelegenheit werden wir nicht nur mit Verwaltungsangehörigen, sondern auch mit Vertreter*innen der Zivilgesellschaft über die Themen Open Data und (E)Partizipation ins Gespräch kommen. Nähere Infos hier.

Ebenfalls im September werden Klaus Burmeister und Alexander Fink am 05.09. bei der Plattform für Innovation in Frankfurt (Main) mit einem speziell entwickelten Format gemeinsam mit den Teilnehmenden diejenigen radikalen Innovationen zu identifizieren versuchen, die nötig sind, um die von der Mehrheit gewünschten Szenarien von D2030 Wirklichkeit werden zu lassen. Für das hochkarätige (und ebenso hochpreisige) PFID-Forum 2018 kann D2030 zehn Freikarten vergeben. Interessierte melden sich bitte per E-Mail unter info@d2030.de.

 
 

...und andere tun es auch.

Über diese von D2030 initiierten und bestrittenen Veranstaltungen hinaus möchten wir an dieser Stelle auf zwei Veranstaltungen hinweisen, an denen Mitglieder von D2030 beteiligt sind und / oder die wir unterstützen.

Vom 08. bis 09. November findet in Berlin die Konferenz Schöne Neue Welt 2048 statt, die "durch einen Sprung in die Zukunft eine kritische Reflektion sowohl unserer aktuellen gesellschaftlichen Lage als auch der großen Trendwenden und Herausforderungen der kommenden Jahrzehnte ermöglichen" möchte. An der vom Forum Umwelt & Entwicklung organisierten Konferenz wird Andreas Schiel aus dem D2030-Kernteam einen Konferenzabschnitt zur Zukunft der Demokratie moderieren. Außerdem erscheint in Kürze ein Interview der Konferenzorganisator*innen mit Beate Schulz-Montag und Klaus Burmeister.

Ebenfalls in Berlin findet vom 17. bis 18. November Bits&Bäume - Die Konferenz für Digitalisierung und Nachhaltigkeit an. Wir empfehlen die Teilnahme auch an dieser Veranstaltung.

Wie sehr D2030 der Zukunftsdiskurs und die Vernetzung mit anderen Initiativen am Herzen liegt, hat der Leipziger Künstler Peter Hartmann sehr schön in diesem Bild zum Ausdruck gebracht (mehr davon in seiner "Projektwelt Zukunft"):
 
Peter Hartmann / https://projektwelt-zukunft.de/
 

Und wie geht es weiter?

Wir haben im Herbst des vergangenen Jahres drei Ziele in den Fokus genommen, denen sich D2030 im Anschluss an den Szenarioprozess widmen wollte: Die Überarbeitung und Aktualisierung der Szenarien, die Etablierung eines Zukunftindex sowie die Initiierung von Zukunftsgremien als politische Beratungs- und Entscheidungsinstanz. Wir müssen in aller Bescheidenheit feststellen, dass unsere Kräfte bei einem nun seit einem Jahr ehrenamtlich und somit auch sämtlich nebenberuflich agierenden Team von vier Personen, das D2030 derzeit aktiv betreibt, begrenzt sind.

Vorerst konzentrieren wir uns darum auf die Verwirklichung des Zukunftsindex, über den wir in sehr viel versprechenden Gesprächen mit unserem Partner Senat der Wirtschaft sind. Derzeit ist ein Start des Zukunftsindex für den Jahreswechsel 2019/2020 geplant.

Alle anderen und weitere Vorhaben stehen unter dem Vorbehalt der Verfügbarkeit der dafür benötigten fianziellen und personellen Ressourcen. Aus diesem Grund denken wir aktuell auch intensiv über eine Reorganisation der D2030 gUG nach, die uns eine Verstetigung unseres Engagements für die Zukunft erlaubt. Im Rahmen dieser Neuordnung werden wir ab sofort keine weiteren Zukunftsbotschafter*innen mehr für D2030 aufnehmen. Wir sind für die Rolle, die diese engagierten Menschen während des Szenarioprozesses übernommen haben, sehr dankbar. Aber wir müssen in Zukunft unsere Kräfte bündeln und haben nicht mehr die Kapazitäten zur Betreuung eines derart großen Netzwerkes.

Nichtsdestotrotz arbeiten wir wohlgemut weiter an einem fundierten, konstruktiven und nicht zuletzt hoffnungsfrohen Austausch über das, was kommt. Mischen Sie sich jederzeit und gerne ein in diesen Zukunftsdiskurs. Wir bauen auf Ihr Interesse, Ihre Teilnahme und Ihre Unterstützung!

Mit zukunftsoffenen Grüßen,


Klaus Burmeister, Andreas Schiel, Beate Schulz-Montag


 
 

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